Fremdes Handy orten

Es gibt sehr viele Webseiten auf denen eine Handyortung angeboten wird. So eine Ortung ist natürlich ganz praktisch, wenn das Smartphone gestohlen wird oder verloren geht. Auch vermisse Personen können so schneller gefunden werden und Eltern wissen jederzeit, wo sich das Kind gerade aufhält. Es kann also durchaus sehr nützlich sein, diesen Service zu nutzen.

Fremdes Handy orten – Funktionen

Die Handyortung funktioniert sehr einfach. Selbstverständlich muss zuerst die Handynummer angegeben werden. Anschließend gibt der Kunde das Modell des Handy an. So erkennt der Ortungsdienst, welche technischen Möglichkeiten für die Ortung gegeben sind. Nicht jede Methode eignet sich für jedes Gerät. Es gibt einige unterschiedliche Möglichkeiten ein Handy orten zu lassen. Meist geht die Standortermittlung ohne Probleme und sehr schnell. Auch die Genauigkeit ist, je nach angewandtem System, oft bis auf einige Meter genau. So wurden schon viele vermisste Personen gefunden, die beispielsweise in unwegsamen Gelände verunglückt waren oder sich schlicht verlaufen hatten. Auch ist es für viele Eltern ein beruhigendes Gefühl immer zu wissen, wo das Kind sich gerade aufhält.

Allerdings könnte man auch ein fremdes Handy orten lassen, beispielsweise um zu überprüfen, ob der Partner wirklich Überstunden macht. Ohne das Einverständnis des Handybesitzer ist eine Ortung aber nicht zulässig. Auf seriösen Webseiten muss sich daher registriert werden. Anschließend wird eine SMS an das zu ortende Mobiltelefon geschickt. Je nach Anbieter muss der Handybesitzer dann mit einer Antwort kurz der Ortung zustimmen oder aber er wird zumindest darüber informiert das sein Smartphone gerade geortet wird. Lediglich die Polizei oder eine Behörde mit berechtigtem Interesse, wie zum Beispiel die Staatsanwaltschaft, darf ein fremdes Handy auch ohne Zustimmung des Besitzers orten. Normalerweise geht dies per richterlichem Beschluss, es sei denn es liegt ein Notfall vor. Die Ortung wird unter anderem bei der Vermisstensuche aber auch bei der Kriminalitätsbekämpfung angewandt.

Ortung fremder Handys – was ist erlaubt und was nicht?

Verbraucherschützer kritisieren schon sehr lange, das viele Anbieter ein fremdes Handy orten lassen, ohne eben eine Benachrichtigung zu verschicken. Auch könnte man sich das fremde Handy ja quasi kurz ausborgen und auf die SMS warten, sie bestätigen und der eigentliche Handybesitzer würde nichts merken. Das lädt natürlich zum Missbrauch der Ortung ein und hier ist Vorsicht geboten. Kritiker wollen erreichen, das bei jedem Ortungsauftrag ein entsprechender Hinweis auf das Handy geschickt wird, sodass der Besitzer sofort sehen kann, das sein Standort gerade ermittelt wird. Das Gesetz schreibt vor, dass der Handyortung immer zugestimmt werden muss. Wer als Privatperson also einfach mal ausspionieren möchte, was sein Partner so treibt, der macht sich strafbar, wenn der Partner dem nicht zugestimmt hat.

Es werden kostenlose aber auch kostenpflichtige Handyortungen auf den verschiedenen Webseiten angeboten. Nicht selten muss auch ein Jahresabo abgeschlossen werden. Ist das Handy einmal beim Anbieter registriert, kann meist jederzeit mit einem Klick der Standort ermittelt werden. Bevor man also ein fremdes Handy orten lässt, sollte man sich sehr genau darüber im klaren sein, dass dies ohne Zustimmung des Besitzers nicht rechtmäßig ist. Kurzum ist es als heutzutage gar kein Problem, möchte man sein eigenes oder ein fremdes Handy orten. Wichtig ist, auf einen seriösen Anbieter zu achten, und die Ortung mit dem Handybesitzer abzusprechen.